{"id":1844,"date":"2021-05-02T21:24:00","date_gmt":"2021-05-02T19:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/strukturpolitik.org\/?p=1844"},"modified":"2026-01-26T13:30:22","modified_gmt":"2026-01-26T12:30:22","slug":"ankuendigung-gfs-digital-vernetzt-am-20-mai-zum-thema-transformationen-in-duisburg-wohin-entwickelt-sich-der-stahlstandort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/strukturpolitik.org\/?p=1844","title":{"rendered":"GfS digital vernetzt: zum Thema \u201eTransformationen in Duisburg &#8211; wohin entwickelt sich der Stahlstandort?&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><strong>Elmar te Wildt begr\u00fc\u00dfte am 27. Mai wie gewohnt zun\u00e4chst die Teilnehmenden im Format GfS digital vernetzt. Und dar\u00fcber hinaus ganz besonders Duisburg als Thema, das f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich und beruflich einen wichtigen Wegpunkt darstellt. Dr. Rasmus Beck vermittelte ebenfalls positive Eindr\u00fccke: Zu den j\u00fcngsten Entwicklungstrends des Duisburger Wirtschaftsstandorts und zu seinem damit verbundenen pers\u00f6nlichen Wegziel: die Wirtschaftsf\u00f6rderung innerhalb der n\u00e4chsten vier Jahre neu aufzustellen. Das Motto \u201eRaus aus dem Reparaturbetrieb\u201c wird mit einem starken Personalaufbau und einer engeren Kooperation mit dem Konzern Stadt einher gehen. Einige herausragende Ma\u00dfnahmen stellte er ausf\u00fchrlich vor.<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Von hoher Bedeutung f\u00fcr die Wirtschaft in Duisburg ist das Stahlunternehmen thyssenkrupp, welches sich mit einer Konzentration auf die Stahlsparte zuk\u00fcnftig noch st\u00e4rker als fr\u00fcher an das Kernprodukt bindet. Die Zukunft des Stahlstandortes h\u00e4ngt auch von der F\u00e4higkeit ab, den wachsenden Bedarf f\u00fcr klimaneutrale Produkte zu decken. Dies verdeutlicht die in diesem Bereich angek\u00fcndigte Zusammenarbeit zwischen Mercedes und einem schwedischen Stahl-Hersteller. Wasserstoff wird ein essentieller Energietr\u00e4ger in der Stahlproduktion werden. In einer \u00dcbergangsphase k\u00f6nnte eine Gro\u00df-Elektrolyse den wachsenden Bedarf in Form von Beifeuerung erg\u00e4nzend zur Kohle decken, bis neu gebaute Hoch\u00f6fen komplett mit Wasserstoff betrieben werden. Die Voraussetzungen sind g\u00fcnstig: u.a. infolge einer Vereinsgr\u00fcndung und einer r\u00e4umlichen Schnittstelle in einem zuk\u00fcnftig geplanten neuen Pipelinesytem, welches im Rotterdamer Hafen starten soll.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1789\" height=\"848\" data-attachment-id=\"1994\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=1994\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-1.png\" data-orig-size=\"1789,848\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"grafik-1\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-1.png\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1994\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-1.png 1789w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-1-300x142.png 300w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-1-768x364.png 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-1-1536x728.png 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Standort Wedau entsteht aktuell das gr\u00f6\u00dfte St\u00e4dtebauprojekt in NRW, dessen Nukleus ein Hochschulneubau mit umliegenden Gewerbefl\u00e4chen\/Technologiepark und hochwertigem Wohnbaufl\u00e4chen (6-Seen-Wedau) sein soll. Ein weiteres St\u00e4dtebauprojekt \u201eDuisburger D\u00fcnen\u201c wird Wohnnutzungen und Dienstleistungen nahe der Innenstadt kombinieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1740\" height=\"755\" data-attachment-id=\"2007\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=2007\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-5.png\" data-orig-size=\"1740,755\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"grafik-5\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-5.png\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2007\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-5.png 1740w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-5-300x130.png 300w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-5-768x333.png 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/grafik-5-1536x666.png 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">die GfS trifft sich mal wieder klimaschonend online<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In der folgenden Diskussion wird durch die Teilnehmenden angeregt, erg\u00e4nzend zur Darstellung der wirtschaftlichen Ausgangslage auch einen Blick auf die soziale und demographische Ausgangslage zu richten. Dies betrifft u.a. die im Ruhrgebiet typische Fokussierung der hochwertigen st\u00e4dtebaulichen Neubau-Projekte in den s\u00fcdlichen Stadtteilen, w\u00e4hrend zeitgleich nach wie vor R\u00fcckbau-Aktivit\u00e4ten erfolgen m\u00fcssen. Trotz des Zweifels, den D\u00fcsseldorfer Wohnungsmarkt nach Duisburg auszudehnen, kommentierten viele Teilnehmenden die Parallelen zur Entwicklung des Phoenix-Sees in Dortmund und werteten die hohen Immobilienpreise an anderen Standorten als g\u00fcnstigen Zeitpunkt. Anstelle einer systematischen Stadtentwicklungsstrategie best\u00fcnden viele Strategien f\u00fcr einzelne Standorte. Dies sei jedoch auch den r\u00e4umlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. den sich trennenden Industriefl\u00e4chen geschuldet.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem Zusammenhang positiv beurteilt wurde, dass mit thyssenkrupp ein wichtiger Arbeitsplatzschwerpunkt im Nordteil der Stadt besteht. Dort w\u00fcrden gro\u00dfe Mengen an Wasserstoff n\u00f6tig sein, um den Systemwechsel zu leisten. Der derzeit hohe Marktpreis f\u00fcr Stahl bedeutet jedoch noch keinen hohen Handlungsdruck zur Umstellung. Die Standortbedingungen zur Investition w\u00e4ren global betrachtet zudem an Wasserstoff-affineren Standorten (Solarstrom-Elektrolyse) g\u00fcnstiger. Aus nationaler Perspektive sei an altindustriellen Standorten wie Duisburg das Potenzial f\u00fcr eine g\u00fcnstige Wasserstoffversorgung infolge der bestehenden Gastransportnetze mit Umr\u00fcstungspotenzial am h\u00f6chsten. Uneinig waren die Sichtweisen dar\u00fcber, inwiefern eine St\u00fctzung des Unternehmens selbst zur Sicherung des Standortes angemessen sein k\u00f6nnte. Die IG Metall habe Transformationsfonds zur tempor\u00e4ren staatlichen Beteiligung an Unternehmen in einer Transformationsphase angeregt. Dies sei eine bereits praktizierte Alternative zur klassischen F\u00f6rderung: Das Land Niedersachsen und das Saarland seien an dortigen Stahlunternehmen beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die andernorts mit einem negativen Image behaftete Logistikbranche ist f\u00fcr den Duisburger Arbeitsmarkt ein Erfolgsfaktor u.a. mit dem Hafen und einem Endpunkt der sog. neuen Seidenstra\u00dfe (Bahnverbindung nach China). Ein neuer Trend bestehe darin, dass einfache Logistik zunehmend von \u201ewertsch\u00f6pfungsintensiver\u201c Logistik ersetzt wird, f\u00fcr die es eigene Gesch\u00e4ftsmodelle gibt. Das betrifft die gewerbliche Mobilit\u00e4t genauso wie Smart-City-Angebote.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elmar te Wildt begr\u00fc\u00dfte am 27. Mai wie gewohnt zun\u00e4chst die Teilnehmenden im Format GfS digital vernetzt. Und dar\u00fcber hinaus ganz besonders Duisburg als Thema, das f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich und beruflich einen wichtigen Wegpunkt darstellt. 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