{"id":2579,"date":"2022-06-08T20:56:00","date_gmt":"2022-06-08T18:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/strukturpolitik.org\/?p=2579"},"modified":"2026-01-26T13:30:04","modified_gmt":"2026-01-26T12:30:04","slug":"gfs-vor-ort-am-8-juni-in-duesseldorf-zum-thema-die-transformation-von-wirtschaft-und-arbeit-beratung-qualifizierung-und-weiterbildung-als-gelingensfaktoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/strukturpolitik.org\/?p=2579","title":{"rendered":"GfS vor Ort zum Thema &#8222;Die Transformation von Wirtschaft und Arbeit: Beratung, Qualifizierung und Weiterbildung als Gelingensfaktoren&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Am 8. Juni durften wir im Geb\u00e4ude des Deutschen Gewerkschaftsbundes NRW in D\u00fcsseldorf zu Gast sein. Es ging um die Erfordernisse der betrieblichen Beteiligung und der Begleitung in Umbruchphasen, den Schl\u00fcsselfaktoren Weiterbildung und Qualifizierung sowie Konzepte und Ma\u00dfnahmen der Gewerkschaften.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Die Themen und Anforderungen zur Gestaltung der Transformation in den Betrieben und Regionen sind vielf\u00e4ltig und herausfordernd zugleich. Das Spektrum reicht von den Bestrebungen um eine klimaneutrale Produktion bei gleichzeitiger Versorgungsicherheit, der Digitalisierung, des demographischen Wandels und der Neuordnung von Lieferketten. Das betriebliche Know-how und die Einbindung der Besch\u00e4ftigten sind zentrale Schl\u00fcsselfaktoren f\u00fcr die Transformation in Richtung einer zukunftsf\u00e4higen Wirtschaft und Gute Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00f6rg Weingarten (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/PraesentationGfS_DGB_JoergWeingarten.pdf\" target=\"_blank\">Download PDF-Pr\u00e4sentation hier<\/a>) von der Abteilung Industrie- und Strukturpolitik, Digitalisierung des DGB-Bezirks NRW ging nach einer \u00dcbersicht \u00fcber die Organisationsstruktur des DGB auf die vier Trends der Transformation ein: Dekarbonisierung, Deglobalisierung, Digitalisierung und Demografie. Jahrzehntelang etablierte Beratungsangebote des Landes wie die Potenzialberatung f\u00fcr Gesch\u00e4ftsleitungen, Betriebsr\u00e4te und Belegschaften in KMU wurden weiterentwickelt und starten dieser Sommer. Auch die Technologieberatungsstelle beim DGB NRW (TBS NRW e.V.) hat \u00fcber das EU-REACT F\u00f6rderprogramm ein Beratungsangebot f\u00fcr Betriebsr\u00e4te entwickelt, etwa mit einem Zukunftsradar &nbsp;und &nbsp;der Ableitung von Handlungspl\u00e4nen f\u00fcr Zukunftsszenarien.<\/p>\n\n\n\n<p>Achim Vanselow (<a href=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-08_GFS_AV_doku.pdf\">Download PDF-Pr\u00e4sentation hier<\/a>) ist seit Januar 2020 bei der IG Metall NRW f\u00fcr die Themen Industrie- und Strukturpolitik zust\u00e4ndig. Er begr\u00fc\u00dfte, dass der Berliner Koalitionsvertrag den Engpassfaktor Fachkr\u00e4fte aufgreift. Befragungen von Betriebsr\u00e4ten der IG Metall belegen klar, dass transformationsbedingt zwar die Anforderungen an Besch\u00e4ftigte steigen, aber nur rund die H\u00e4lfte der Unternehmen eine erkennbare Strategie zur zuk\u00fcnftigen Personalplanung und -entwicklung hat. Ein Ansatzpunkt zur Unterst\u00fctzung von Unternehmen ist die tarifvertraglich vereinbarte Transformationsagentur der Metall- und Elektroindustrie. Neben der Tarifpolitk bearbeitet die IG Metall Herausforderungen der Transformation in Eigen- und Verbundprojekten. Beispielhaft ging er auf einzelne Projekte ein: Die Ausbildung von Weiterbildungsmentor*innen st\u00e4rkt die Selbsthilfe in den Unternehmen. Das Projekt Arbeit 2020+ trug bis Ende 2021 zur sozialpartnerschaftlichen Gestaltung im Betrieb bei. Ein Werkzeug daf\u00fcr sind Statusanalysen in Form von Betriebslandkarten zur Transformation und Qualifizierung. Dass Strukturwandel regional unterschiedlich angegangen werden muss, verdeutlicht der im Aufbau befindlichen regionalen Transformationsnetzwerke der Fahrzeugindustrie, in denen alle relevanten Stakeholder einer Region zusammenkommen sollen. <\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion wurde die Nachhaltigkeit von Projektaktivit\u00e4ten hinterfragt, da sie zum einen von F\u00f6rderung abh\u00e4ngig sind und zum anderen erst sp\u00e4t im Nachhinein in ihren Wirkungen beweisbar werden. Ein selbsttragendes Gesch\u00e4ftsmodell erscheint oft aussichtslos. Perspektivisch werden sich auch die Gewerkschaften selbst vor dem Hintergrund der Transformation von Wirtschaft und Arbeit ver\u00e4ndern m\u00fcssen, wenn sie eine gestaltende Kraft bleiben wollen. Dieser Ver\u00e4nderungsprozess ist in Teilen schon eingeleitet (Projekt \u201eVom Betrieb aus denken\u201c der IG Metall) und beinhaltet u.a. eine deutlich st\u00e4rkere Rolle des ehrenamtlichen Engagements und betrieblicher Akteure vor Ort. Als Erfolg politischer Lobbyarbeit der Gewerkschaften ist zu werten, dass beim Land NRW die Themen Arbeitsplatzrelevanz (neue und gesicherte Arbeitspl\u00e4tze), Gute Arbeit bzw. tarifgebundene Arbeitspl\u00e4tze in der Indikatorik f\u00fcr die Bewertung von Projektantr\u00e4gen im Rheinischen Revier und das 5-Standorte Programm im Ruhrgebiet verankert wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 8. Juni durften wir im Geb\u00e4ude des Deutschen Gewerkschaftsbundes NRW in D\u00fcsseldorf zu Gast sein. 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