{"id":3117,"date":"2024-04-16T21:55:00","date_gmt":"2024-04-16T19:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/strukturpolitik.org\/?p=3117"},"modified":"2026-01-26T13:31:05","modified_gmt":"2026-01-26T12:31:05","slug":"ankuendigung-gfs-digital-vernetzt-mit-der-region-niederrhein-am-16-04-2024-strukturpolitische-herausforderungen-strategien-und-projekte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/strukturpolitik.org\/?p=3117","title":{"rendered":"GfS digital vernetzt mit der Region Niederrhein: Strukturpolitische Herausforderungen, Strategien und Projekte"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Was gibt es Neues vom Niederrhein? Zwei regionale Experten gaben uns einen Einblick und gingen mit uns in den interaktiven Austausch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Der Niederrhein hat viele Gesichter &#8211; so stellten sich unsere Mitglieder ihn vereinfacht vor: Viel von Gartenbaugebieten gepr\u00e4gter l\u00e4ndlicher Raum, in dem es den Meisten eigentlich gut geht. Zumindest abseits der typisch l\u00e4ndlichen Herausforderungen wie Demographie und Qualifikation. Und dazwischen gibt es ein paar von schw\u00e4chelnden Branchen langj\u00e4hrig gebeutelte St\u00e4dte. Wie immer ist die Realit\u00e4t deutlich differenzierter.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Angelika Krehl gab uns einen Einblick in eine Pilotstudie zum Thema soziale Innovationen. Als Professorin f\u00fcr VWL, regionale und sektorale Strukturpolitik an der Hochschule Niederrhein, Standort M\u00f6nchengladbach leitet Sie das NIERS \u2013 das Niederrhein Institut f\u00fcr Regional- und Strukturforschung (<a href=\"https:\/\/www.hs-niederrhein.de\/niers\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.hs-niederrhein.de\/niers<\/a>), welches zahlreiche Forschungsvorhaben betreut. Im konkreten Fall geht es um die M\u00f6nchengladbacher Stadtteilinitiative &#8222;Dahlien&#8220;. Diese sei sehr erfolgreich, die Bedarfslage im Quartier mit egagierten Anwohnenden, mit einem Quartiersmanagement, mit der Bezirksverwaltung und mit engagierten Unternehmen gemeinsam zu betrachten und Umsetzungsma\u00dfnahmen zu entwickeln. Das vorl\u00e4ufiges Fazit aus einer Pilotstudie lautet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Soziale Innovationen sind mehr als ein Prozess \/ als ein statisches Ergebnis<\/li>\n\n\n\n<li>Unternehmerisches Engagement in Form von Corporate Social Responsibility \/ Corporate Regional Responsibility kann eine soziale Innovation in ihrer Entstehung und Wirkung unterst\u00fctzen<\/li>\n\n\n\n<li>Soziale Innovationen sind geeignet, endogene Potenziale zu heben und so einen Beitrag zu leisten, die (regionalen) Transformationserfordernisse zu bearbeiten und zu gestalten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Den 11 Teilnehmenden gab sie folgende Aufgabe zur Diskussion: Was kann und soll Strukturpolitik dazu beitragen? Aus dem Teilnehmendenkreis wurde stark auf das Quartiersmanagement eingegangen, welches an sich zwar keine soziale Innovation darstellt, allerdings als eine Art Katalysator zur Entstehung sozialer Innovationen dient. Hier kann die Strukturf\u00f6rderung ansetzen. Hinterfragt wurden zudem die Gelingensfaktoren zur Beteiligung von Unternehmen. Hierzu tragen vor allem Angebote zur Sichtbarwerdung z.B. zum Marketing und zur Fachkr\u00e4ftegewinnung bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Bertram Gaiser, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Standort Niederrhein GmbH ( <a href=\"http:\/\/www.invest-in-niederrhein.de\">http:\/\/www.invest-in-niederrhein.de<\/a>) und Leiter der Regionalagentur mittlerer Niederrhein (<a href=\"http:\/\/www.regionalagentur-mittlerer-niederrhein.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.regionalagentur-mittlerer-niederrhein.de<\/a>) versorgte die Teilnehmenden mit regionalen Strukturdaten sowie Informationen zum komplexen Kooperationsgeflecht zu benachbarten Regionen in NRW und den Niederlanden. Die Schnittstellen-Lage der Region bevorteilt insbesondere die Logistikbranche. Weitere Kernbranchen sind Agrobusiness, Textil, Chemie, Maschinenbau, Elektrotechnik, Energie und der Tourismus.<\/p>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion interessierten sich die Teilnehmenden insbesondere f\u00fcr die Chancen der Energiewende. Hier ist der s\u00fcdliche Niederrhein zwar zun\u00e4chst durch den Braunkohlestrukturwandel stark benachteiligt. Die grunds\u00e4tzliche Verf\u00fcgbarkeit von Fl\u00e4chen f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfungskette der erneuerbare Energien biete jedoch theoretisch im Gesamtraum ein Potenzial gegen\u00fcber den benachbarten verdichteten R\u00e4umen. Es gibt bereits gr\u00f6\u00dfere Solar- und Wasserstoff-Projekte sowie den <a href=\"https:\/\/www.rheinisches-revier.de\/wie\/gigawattpakt\/\">Gigawattpakt<\/a> zur weiteren Steigerung des Ausbaus. Die N\u00e4he zu erneuerbaren Energiequellen gelte inzwischen als harter Standorfaktor bei der Ansiedlung von Unternehmen. Einige Teilnehmer haben den Eindruck, dass solche harten Standortfaktoren inzwischen wieder eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen als die eher auf weiche Faktoren abzielende Innovationspolitik. Anders gesagt: Es geht nun darum, den Innovationen zur Verbreitung zu verhelfen. Diese Transformation \/ Diffusion ben\u00f6tige verst\u00e4rkt wieder Gro\u00dfansiedlungen (z.B. Batterieproduktion und -recycling). Genauso gebe es allerdings auch weitere externe Anl\u00e4sse f\u00fcr Gro\u00dfansiedlungen wie z.B. die gew\u00fcnschte Resilienz bei der Halbleiterproduktion. Abschlie\u00dfend wurde bedauert, dass Strukturwandel derzeit themenfokussiert die Dekarbonisierung betrachtet und damit die strukturwandelbetroffenen Branchen der Region nur teilweise ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Herzlichen Dank an die beiden Referierenden f\u00fcr den Beitrag und die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit der GfS!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was gibt es Neues vom Niederrhein? Zwei regionale Experten gaben uns einen Einblick und gingen mit uns in den interaktiven Austausch. Der Niederrhein hat viele Gesichter &#8211; so stellten sich unsere Mitglieder ihn vereinfacht vor: Viel von Gartenbaugebieten gepr\u00e4gter l\u00e4ndlicher Raum, in dem es den Meisten eigentlich gut geht. 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