{"id":3556,"date":"2026-01-17T16:00:00","date_gmt":"2026-01-17T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/strukturpolitik.org\/?p=3556"},"modified":"2026-02-02T16:00:14","modified_gmt":"2026-02-02T15:00:14","slug":"ankuendigung-gfs-jahrestagung-am-16-und-17-januar-2026-in-bochum-strukturpolitik-und-zukuenftige-transformationskapazitaeten-vor-ort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/strukturpolitik.org\/?p=3556","title":{"rendered":"GfS-Jahrestagung  2026 in Bochum: &#8222;Strukturpolitik und zuk\u00fcnftige Transformationskapazit\u00e4ten vor Ort&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Am 16. und 17. Januar 2026 fand die Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Strukturpolitik (GfS) in Bochum statt. Unter dem Titel <em>\u201eStrukturpolitik und zuk\u00fcnftige Transformationskapazit\u00e4ten vor Ort\u201c<\/em> diskutierten rund 30 Teilnehmende aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die Frage, welche Voraussetzungen eine pr\u00e4ventive und transformationsorientierte Strukturpolitik in Nordrhein-Westfalen k\u00fcnftig ben\u00f6tigt \u2013 und wie diese auf lokaler und regionaler Ebene wirksam umgesetzt werden kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Den Auftakt bildete am 16. Januar ein gemeinsamer Workshop der GfS mit der <a href=\"http:\/\/www.arl-net.de\" data-type=\"link\" data-id=\"http:\/\/www.arl-net.de\">Ak<\/a><a href=\"http:\/\/www.arl-net.de\" data-type=\"link\" data-id=\"www.arl-net.de\">ademie f\u00fcr Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL)<\/a>, Arbeitgruppe <em>\u201eRegionale Strukturpolitik unter Transformationsbedingungen\u201c<\/em> in den R\u00e4umen der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum. Ziel war es, aktuelle wissenschaftliche Perspektiven mit praktischen Erfahrungen aus der Strukturpolitik zusammenzuf\u00fchren und Impulse f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Weiterentwicklung der F\u00f6rder- und Governanceans\u00e4tze zu geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von Strukturwandel zu Transformation<\/strong> <\/h3>\n\n\n\n<p>In seiner Einf\u00fchrung machte Stefan G\u00e4rtner die wachsende Bedeutung einer ressort- und sektor\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit deutlich und unterstrich den Mehrwert der Kooperation zwischen ARL und GfS. Anschlie\u00dfend ordnete Anna Butzin die Fragestellungen des Workshops in den aktuellen strukturpolitischen Kontext ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen zentralen inhaltlichen Impuls setzte Nils Biermann (Ministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, <a href=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Workshop-\u201eStrukturpolitik-und-zukuenftige-Transformationskapazitaeten-vor-Ort_MUNV-final.pdf\" data-type=\"attachment\" data-id=\"3629\">Pr\u00e4sentation hier zum Download<\/a>). Er unterschied klar zwischen klassischem Strukturwandel, der einzelne Branchen oder Regionen betrifft, und Transformation als politisch beschlossenen, gesamtgesellschaftlichen Prozess, der alle Sektoren erfasst. Strukturpolitik stehe dabei vor einer doppelten Aufgabe: der Sicherung gleichwertiger Lebensverh\u00e4ltnisse und der aktiven Unterst\u00fctzung der sozial-\u00f6kologischen Transformation.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand aktueller Karten und Analysen zeigte Biermann, dass der Transformationsdruck l\u00e4ngst nicht mehr auf strukturschwache R\u00e4ume beschr\u00e4nkt ist. Auch bislang wirtschaftlich starke Regionen stehen vor erheblichen Anpassungsanforderungen \u2013 etwa im Hinblick auf Klimaneutralit\u00e4t, Energieversorgung und Resilienz. Entscheidend f\u00fcr das Gelingen von Transformationsprozessen seien Vertrauen, demokratische Teilhabe und transparente Governance. Fehlendes politisches Vertrauen k\u00f6nne Transformationsdynamiken erheblich bremsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diskutiert wurde zudem die Weiterentwicklung des strukturpolitischen Zielsystems, das angesichts neuer Anforderungen erweitert werden soll, ohne bestehende Kernziele aufzugeben. Projektbeispiele wie der <em>\u201eGerechte \u00dcbergang\u201c<\/em> in den Revierparks des Ruhrgebiets im Handlungsfeld &#8222;Gerechter \u00dcbergang&#8220;, das Innovationsvorhaben Monocab in OWL oder neue Ans\u00e4tze im Batterie- und Lithiumrecycling verdeutlichten, wie \u00f6kologische, wirtschaftliche und soziale Ziele miteinander verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" data-attachment-id=\"3590\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=3590\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-scaled.jpg\" data-orig-size=\"2560,1920\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G970F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1768576801&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.32&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;125&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20260116_152001\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-300x225.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-1600x1200.jpg\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-1600x1200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3590\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-1600x1200.jpg 1600w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-300x225.jpg 300w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-768x576.jpg 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152001-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Umsetzung vor Ort: Kapazit\u00e4ten, Fokus und Governance<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion wurde deutlich, dass die Umsetzung transformativer Strukturpolitik auf lokaler Ebene mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist. Kommunale Verwaltungen agieren h\u00e4ufig vorsichtig gegen\u00fcber neuen F\u00f6rderthemen, nicht zuletzt aufgrund komplexer F\u00f6rderlogiken, hoher administrativer Anforderungen und begrenzter Personalressourcen. Daher ist eine Verstetigung der neuartigen F\u00f6rderangebote hier besonders wichtig. Mehrere Beitr\u00e4ge mahnten an, Unterst\u00fctzungsstrukturen und Kompetenzen in den Kommunen gezielt zu st\u00e4rken und F\u00f6rderinstrumente zu vereinfachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich wurde kritisch hinterfragt, ob eine stetige Ausweitung von Zielsystemen und Programmen die gew\u00fcnschte Wirkung tats\u00e4chlich erh\u00f6ht \u2013 oder ob st\u00e4rkere Fokussierung und Priorisierung notwendig w\u00e4ren, um Akzeptanz und Wirksamkeit zu sichern. Parallel wurde auch auf die Bedeutung von Bildung, Qualifizierung und Forschung f\u00fcr einen erfolgreichen Strukturprozess hingewiesen. Dabei wurde betont, dass sich viele Ziele gegenseitig erg\u00e4nzen: Die F\u00f6rderung von Kreislaufwirtschaft kann z.B. zugleich Besch\u00e4ftigung sichern, Kompetenzen aufbauen, Innovationspotenziale heben und regionale Wertsch\u00f6pfung st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Diskussionsstrang betraf die Rolle der Ressorts und die Frage, wie integrierte Steuerung gelingen kann, ohne neue Parallelstrukturen oder \u00fcberbordende B\u00fcrokratie zu schaffen. Nils Biermann betonte in seinen Vortrag dabei auch die Bedeutung von ressort\u00fcbergreifender Zusammenarbeit und nannte einige gute Beispiele aus der Praxis, etwa gemeinsame und integrierte F\u00f6rderangebote.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" data-attachment-id=\"3589\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=3589\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-scaled.jpg\" data-orig-size=\"2560,1920\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G970F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1768576815&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.02&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20260116_152014\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-300x225.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-1600x1200.jpg\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-1600x1200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3589\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-1600x1200.jpg 1600w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-300x225.jpg 300w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-768x576.jpg 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_152014-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Transformation in der industriellen Praxis<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Einen praxisnahen Einblick bot der Beitrag von Martin Voigt und Michael Kauffmann von der <a href=\"https:\/\/www.chempark.de\/ansiedlung\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.chempark.de\/ansiedlung\/\">Currenta GmbH &amp; Co. OHG<\/a> . Anhand der Transformationsstrategie des Chemparks mit den Standorten Leverkusen, Dormagen und Uerdingen zeigte er, wie industrielle Standorte auf Klimaneutralit\u00e4t, Kreislaufwirtschaft und neue Gesch\u00e4ftsmodelle ausgerichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fokus standen dabei nicht nur technologische L\u00f6sungen \u2013 etwa der schrittweise Ausstieg aus fossilen Energietr\u00e4gern, die Nutzung gr\u00fcnen Stroms oder perspektivische CO\u2082-Verwertung \u2013, sondern auch der notwendige Kulturwandel innerhalb der Organisation. Die fr\u00fchzeitige Einbindung der Besch\u00e4ftigten, klare Zielmarken und verl\u00e4ssliche politische Rahmenbedingungen wurden als zentrale Erfolgsfaktoren benannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Beispiel Dormagen wurde zudem deutlich, wie verwundbar monostrukturierte Standorte sein k\u00f6nnen und wie wichtig Diversifizierung, Fl\u00e4chenentwicklung und regionale Kooperation sind. Viele Ansiedlungen \u2013 insbesondere von Scale-ups \u2013 seien ohne gezielte F\u00f6rderung kaum realisierbar. Gleichzeitig brauche es flexible, verl\u00e4ssliche Instrumente, die mit der Geschwindigkeit aktueller Transformationsprozesse Schritt halten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" data-attachment-id=\"3592\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=3592\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-scaled.jpg\" data-orig-size=\"2560,1920\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G970F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1768579400&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.32&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;160&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20260116_160320\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-300x225.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-1600x1200.jpg\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-1600x1200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3592\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-1600x1200.jpg 1600w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-300x225.jpg 300w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-768x576.jpg 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260116_160320-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Austausch, Fokusgruppen und Ausblic<\/strong>k<\/h3>\n\n\n\n<p>In vier Fokusgruppentischen vertieften die Teilnehmenden am Nachmittag zentrale Fragestellungen: Barrieren und L\u00f6sungsans\u00e4tze pr\u00e4ventiver Strukturpolitik, lokale Steuerung und Schl\u00fcsselakteure, F\u00f6rderprogramme und Rahmenbedingungen sowie Zukunftsvisionen einer transformativen Strukturpolitik. In den abschlie\u00dfenden Zusammenfassungen wurde insbesondere der Bedarf an regionaler Netzwerksteuerung, starken intermedi\u00e4ren Akteuren und interkommunaler Kooperation hervorgehoben. Auch neue, st\u00e4rker zielorientierte und ggf. revolvierende F\u00f6rderans\u00e4tze wurden diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Workshop machte deutlich, dass Strukturpolitik auch k\u00fcnftig nicht alle gesellschaftlichen Herausforderungen l\u00f6sen kann. Umso wichtiger sei ein klares Leitbild, realistische Zeithorizonte und eine fr\u00fche, offene Beteiligung relevanter Akteure vor Ort. Transformation verl\u00e4uft schneller in Wirtschaft und Technologie als in Politik und Gesellschaft \u2013 Strukturpolitik kann hier eine moderierende und bef\u00e4higende Rolle \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mitgliederversammlung im O-Werk: Vom Bergbau \u00fcber Opel zum Mark 51-7<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"1200\" data-attachment-id=\"3598\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=3598\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-scaled.jpg\" data-orig-size=\"1920,2560\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G970F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1768655313&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.32&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;160&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20260117_130833\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-225x300.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-900x1200.jpg\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-900x1200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3598\" style=\"aspect-ratio:0.7499999830206358;width:395px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-900x1200.jpg 900w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-225x300.jpg 225w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-768x1024.jpg 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_130833-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Am 17. Januar schloss sich im <a href=\"https:\/\/o-werk.com\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/o-werk.com\/\">O-Werk<\/a> Bochum die Mitgliederversammlung der GfS an. Im Anschluss erhielten die Teilnehmenden durch Prof. Manfred Wann\u00f6ffel Einblicke in die Entwicklung des ehemaligen Opel-Standorts <em>Mark 51-7<\/em> und damit in ein konkretes Beispiel langfristiger, regionaler Transformationsprozesse.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Manfred Wann\u00f6ffel zeichnete die lange, konfliktreiche und zugleich lehrreiche Transformationsgeschichte der Fl\u00e4che nach und ordnete sie arbeits-, industrie- und strukturpolitisch ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt der Entwicklung war die fr\u00fchere Zeche Dannenbaum und sp\u00e4ter das Opel-Werk Bochum, in dem zwischen 1962 und 2014 rd. 13,7 Mio. Fahrzeuge insbesondere des Modells Opel Kadett produziert wurden. Der Standort war dabei stets reiner Produktionsstandort ohne eigene Entwicklungsabteilung \u2013 ein Umstand, der sich in Zeiten sinkender Verkaufszahlen und interner Standortkonkurrenz zunehmend als strukturelles Risiko erwies. Fr\u00fchzeitig erkannte der Betriebsrat diese Verwundbarkeit und initiierte eine intensive Mitarbeitermobilisierung sowie Kontakte zur Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, um Perspektiven \u00fcber die reine Produktion hinaus zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" data-attachment-id=\"3594\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=3594\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-scaled.jpg\" data-orig-size=\"2560,1920\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G970F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1768648158&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.32&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0027624309392265&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20260117_110918\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-300x225.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-1600x1200.jpg\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-1600x1200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3594\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-1600x1200.jpg 1600w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-300x225.jpg 300w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-768x576.jpg 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_110918-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein wichtiger Impuls war ab 2004 die verst\u00e4rkte Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, die nach dem Nokia-Wegzug aus Bochum 2008 nochmals an Dynamik gewann. In dieser Phase entstanden neue Ideen f\u00fcr eine wissens- und transferorientierte Nutzung der Fl\u00e4che, unter anderem mit der Einrichtung einer Juniorprofessur f\u00fcr IT-Sicherheit. \u00d6ffentliche Mobilisierungsformate wie das EU-Projekt <em>\u201eThis is not Detroit\u201c<\/em> im Schauspielhaus trugen dazu bei, die Transformation als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sichtbar zu machen. Zentral war dabei die Entscheidung, die berufliche Ausbildung am Standort zu erhalten und weiterzuentwickeln \u2013 ein Ansatz, der zwar nicht unmittelbar in der geplanten Lernfabrik mit einem F\u00f6rdervolumen von 10 Mio. Euro m\u00fcndete, aber als Kristallisationspunkt f\u00fcr Kooperationen und neue Entwicklungsrichtungen diente.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ansiedlung des DHL-Logistikzentrums \u2013 politisch stark gef\u00f6rdert und zun\u00e4chst umstritten \u2013 erwies sich im R\u00fcckblick als ambivalenter, aber stabilisierender Faktor. Mit rund 800 Arbeitspl\u00e4tzen, hoher betrieblicher Diversit\u00e4t und internationaler Belegschaft trug sie zur sozialen und wirtschaftlichen Belebung des Standorts bei. Gleichzeitig wuchs die Ruhr-Universit\u00e4t Bochum weiter und entwickelte sich mit Maker Spaces, Transferstrukturen und neuen Studienangeboten zu einem zentralen strukturpolitischen Anker auf der Fl\u00e4che \u2013 ein \u201eGl\u00fccksfall\u201c f\u00fcr Mark 51-7.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" data-attachment-id=\"3595\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=3595\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-scaled.jpg\" data-orig-size=\"2560,1920\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G970F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1768654703&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.32&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0021186440677966&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20260117_125822\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-300x225.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-1600x1200.jpg\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-1600x1200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3595\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-1600x1200.jpg 1600w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-300x225.jpg 300w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-768x576.jpg 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_125822-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Besondere Bedeutung misst Wann\u00f6ffel der institutionellen Verankerung von Transfer bei: Mit dem O-Werk wurden zentrale Transferaktivit\u00e4ten geb\u00fcndelt, im Mittelpunkt steht eine Akademie, erg\u00e4nzt durch wirtschafts- und arbeitswissenschaftliche Einheiten. F\u00fcr den Ausbau standen zeitweise rund 25 Mio. Euro zur Verf\u00fcgung. Der Maker Space fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Studierenden und Unternehmen. Mit dem Auslaufen der F\u00f6rderung im Dezember steht das O-Werk nun vor der Herausforderung, ein tragf\u00e4higes Gesch\u00e4ftsmodell zu entwickeln \u2013 insbesondere vor dem Hintergrund, dass rein softwareorientierte Unternehmen wie das lokal ans\u00e4ssige VW Infotainment andere Anforderungen an Infrastruktur haben als klassische Werkstatt- und Produktionsformate.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wiederkehrendes Motiv des Vortrags war die Bedeutung von Kontinuit\u00e4t und kooperativer Governance. Die Transformationslinie der Prodouktionsstandorte von Blackberry \u00fcber Nokia bis hin zu neuen IT- und Infotainment-Akteuren verdeutlicht, dass nachhaltige Strukturentwicklung weniger durch Einzelansiedlungen als durch lernende Netzwerke entsteht. Dass die IG Metall zun\u00e4chst nicht in zentrale Verhandlungen eingebunden war, sp\u00e4ter jedoch gezielt integriert wurde, unterstreicht die Relevanz sozialpartnerschaftlicher Ans\u00e4tze. Wann\u00f6ffel sprach in diesem Zusammenhang von einem \u00dcbergang vom \u201erheinischen\u201c zum \u201eruhrischen Kapitalismus\u201c \u2013 gepr\u00e4gt durch Aushandlung, Kooperation und gemeinsame Probleml\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fazit betonte Wann\u00f6ffel, dass viele tragf\u00e4hige Ideen zur Zukunft des Standorts bereits vor der Corona-Pandemie entstanden seien. Die ver\u00e4nderten Arbeitsformen f\u00fchren heute dazu, dass nur noch rund 60 Prozent der Fl\u00e4chen ben\u00f6tigt werden \u2013 was neue Spielr\u00e4ume, aber auch neue Anforderungen an Nutzungskonzepte schafft. Wo neue Strukturen, Beteiligung und sichtbare Zukunftsperspektiven entstehen, so eine zentrale Beobachtung, seien europaweit auch die Zustimmungswerte f\u00fcr rechtsnationale Parteien geringer. Die Bev\u00f6lkerung begegne der Entwicklung von Mark 51-7 mit Neugier und Offenheit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" data-attachment-id=\"3596\" data-permalink=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/?attachment_id=3596\" data-orig-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-scaled.jpg\" data-orig-size=\"2560,1920\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G970F&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1768655803&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.32&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0019607843137255&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20260117_131643\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-300x225.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-1600x1200.jpg\" src=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-1600x1200.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3596\" srcset=\"https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-1600x1200.jpg 1600w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-300x225.jpg 300w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-768x576.jpg 768w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/strukturpolitik.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/20260117_131643-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Diskussion wurden weitere Perspektiven er\u00f6ffnet: von der Bedeutung kooperativer Arbeitsgestaltung (Humanisierung der Arbeit) \u00fcber Herausforderungen der internationalen Konkurrenz \u2013 insbesondere im Automobilsektor \u2013 bis hin zu neuen Potenzialfeldern wie Cyber-Security, K\u00fcnstliche Intelligenz und dem Gesundheitsbereich. Zugleich wurde deutlich, dass Transformationsprozesse stets durch das \u201eNadel\u00f6hr der Wirtschaftlichkeit\u201c m\u00fcssen und soziale Rechte im Betrieb dabei nicht aus dem Blick geraten d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Beitrag von Prof. Dr. Wann\u00f6ffel machte eindr\u00fccklich sichtbar, dass pr\u00e4ventive und transformative Strukturpolitik langfristige Lernprozesse, institutionelle Stabilit\u00e4t und kooperativen Geist erfordert \u2013 und dass Transfer, Qualifizierung und Mitbestimmung dabei keine Nebenbedingungen, sondern zentrale Erfolgsfaktoren sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit und Ausblick<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Jahrestagung machte deutlich: Pr\u00e4ventive und transformative Strukturpolitik erfordert mehr als neue F\u00f6rderprogramme. Entscheidend sind handlungsf\u00e4hige lokale Akteure, klare Zielbilder, langfristige Lernprozesse und kooperative Steuerungsformen. Nordrhein-Westfalen verf\u00fcgt \u00fcber ein hohes Kooperations- und Innovationspotenzial \u2013 die Herausforderung besteht nun darin, dieses Potenzial in wirksame, verl\u00e4ssliche und fokussierte strukturpolitische Strategien zu \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die GfS dankt der ARL f\u00fcr die Mitorganisation, der Uni Bochum f\u00fcr die kostenfreien R\u00e4umlichkeiten am Freitag, allen Referierenden f\u00fcr ihre Impulse sowie den Teilnehmenden f\u00fcr den intensiven, offenen Austausch. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 16. und 17. Januar 2026 fand die Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Strukturpolitik (GfS) in Bochum statt. 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