Ankündigung Jubiläumstagung 20 Jahre GfS am 19. November: Perspektiven der Strukturpolitik zwischen knappen Ressourcen und erweiterten Anforderungen

Group of people discussing ideas around a table beneath wall-mounted maps

Die Gesellschaft für Strukturpolitik wird 20 Jahre. Zeit, innezuhalten, zu reflektieren und auch zu feiern. Und zwar dort, wo der Verein vor 20 Jahren gegründet wurde: in den Räumen der ZENIT GmbH.

In diesen 20 Jahren hat sich Strukturpolitik immer wieder gewandelt. Anstelle der Kompensation von Standortnachteilen stehen zunehmend die Zielsetzung einer vorausschauenden Strukturpolitik und deren Beitrag zur Transformation in Richtung einer dekarbonisierten Wirtschaft. Die anstehenden Veränderungen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur sowie der europäischen Strukturfonds werden diesen Wandel weiter vorantreiben und erhebliche Konsequenzen für die Verteilung und den Einsatz der strukturpolitischen Ressourcen haben.

Vor diesem Hintergrund fragen wir uns, was wir in den vergangenen 20 Jahren gelernt haben, welche Konsequenzen sich daraus ergeben und wie es mit der Konzeption und Umsetzung regionaler Politik weitergehen sollte. Wir möchten diese Fragen und unsere Vorschläge für Antworten gerne mit Akteuren diskutieren, die sich in den unterschiedlichsten Formen mit regionaler Strukturpolitik befassen – sei es in der Konzeption, in der Umsetzung oder in der wissenschaftlichen Begleitung.

PROGRAMM

Moderation: Dr. habil. Anna Butzin, Institut Arbeit und Technik (IAT), Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen

14.00Begrüßung
• Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer des Zentrums für Innovation und Technik in NRW (ZENIT GmbH)
Einführung: 20 Jahre Gesellschaft für Strukturpolitik – Lernen im Diskurs
• Dr. Dieter Rehfeld, Vorsitzender der Gesellschaft für Strukturpolitik e. V
14.30Mehr als nur Geld: Sichtbarkeit und Beteiligung als Merkmale neuer strukturpolitischer Formate
• Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Leibniz Universität Hannover, Institut für Umweltplanung; Leiter der AG Raumordnung und Regionalentwicklung
15.15Kaffeepause
15.30Staatsmodernisierung am Beispiel der Strukturpolitik
• Martin Hennicke, Ministerialdirigent a.D., Hennicke Beratung und Projekte Vom Projekt in die Fläche. Überlegungen am Beispiel Südwestfalen
• Dr. Stephanie Arens, Mitglied der Geschäftsführung der Südwestfalen Agentur GmbH, Leiterin REGIONALE 2025 / Smart Cities Südwestfalen
16.45Podiumsdiskussion: Wie geht es weiter? Impuls und Moderation: Dr. Dieter Rehfeld
• Alexandra Landsberg, Abteilungsleiterin Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Circular Economy und Transformation, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW
• Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer ZENIT GmbH
• Dr. Judith Terstriep, Leiterin des Forschungsschwerpunktes „Innovation, Raum & Kultur“, IAT, Westfälische Hochschule
17.30Imbiss und Ausklang
ANMELDUNG BIS 30.10.2026 per E-Mail an rehfeld@iat.euVERANSTALTUNGSORT ZENIT GmbH Bismarckstraße 28 in Mülheim an der Ruhr

GfS vor Ort bei der Business Metropole Ruhr GmbH: Entwicklungen und Perspektiven des 5-Standorte-Programms

Das Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen sieht neben der Förderung ehemaliger Braunkohleregionen auch die Förderung in ehemaligen Steinkohlegebieten vor. In NRW betrifft dies 5 Kraftwerksstandorte in Hamm, Herne, Gelsenkirchen, Duisburg und dem Kreis Unna. Für deren Umfeld stehen bis 2038 über 600 Mio. € bereit.

Im Jahr 2020 hat sich die GfS erstmalig mit dem dafür aufgebauten Projektbüro Fünf-Standorte der Business Metropole Ruhr GmbH beschäftigt. Markus Querfurt, Leiter des 5-Standorte-Programms, ermöglichte uns am 16. Juli einen Austausch über die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven des Programms.

GfS-Jahrestagung 2026 in Bochum: „Strukturpolitik und zukünftige Transformationskapazitäten vor Ort“

Am 16. und 17. Januar 2026 fand die Jahrestagung der Gesellschaft für Strukturpolitik (GfS) in Bochum statt. Unter dem Titel „Strukturpolitik und zukünftige Transformationskapazitäten vor Ort“ diskutierten rund 30 Teilnehmende aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die Frage, welche Voraussetzungen eine präventive und transformationsorientierte Strukturpolitik in Nordrhein-Westfalen künftig benötigt – und wie diese auf lokaler und regionaler Ebene wirksam umgesetzt werden kann.

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GfS-Jahrestagung 2025 in Neuss: Neue Strategien für die regionale Transformation; Erfahrungen und Perspektiven

Die Transformation in Richtung einer dekarbonisierten Wirtschaft ist mittlerweile ein zentraler Bestandteil der regionalen Strukturpolitik. Anders als bisher geht es hierbei weniger um die Strategien zur Bewältigung regionaler Ungleichheiten, sondern um eine im Idealfall vorausschauende, proaktive Strukturpolitik.

Die gegenwärtigen Probleme einer klimagerechten Transformation (Umsetzungsschwierigkeiten, zu wenig Erfolgsbeispiele, sinkende Akzeptanz, allgemeine Wirtschaftssituation etc.) stellen damit auch die regionale Strukturpolitik vor neue Herausforderungen: Ihre Instrumente und Strategien müssen auf den Prüfstand.

Dies heißt nicht, alle bisherigen Ansätze über Bord zu werfen, sondern einen Lernprozess zu organisieren.  Zu fragen ist: Was können wir realistisch erwarten? Welche Instrumente haben sich bewährt, welche lassen sich an die neuen Herausforderungen anpassen, bei welchen sind nachhaltige Zweifel angebracht?

Diese Fragen betreffen nicht nur die Instrumente traditioneller Strukturpolitik, sondern auch erste Erfahrungen mit neuen Instrumenten für die regionale Transformation. Hier setzte unser Workshop am 17. Januar 2025 an, in dem er die bisherigen Erfahrungen auf den Prüfstand stellte.

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GfS digital vernetzt: zum Thema „Transformationen in Duisburg – wohin entwickelt sich der Stahlstandort?“

Elmar te Wildt begrüßte am 27. Mai wie gewohnt zunächst die Teilnehmenden im Format GfS digital vernetzt. Und darüber hinaus ganz besonders Duisburg als Thema, das für ihn persönlich und beruflich einen wichtigen Wegpunkt darstellt. Dr. Rasmus Beck vermittelte ebenfalls positive Eindrücke: Zu den jüngsten Entwicklungstrends des Duisburger Wirtschaftsstandorts und zu seinem damit verbundenen persönlichen Wegziel: die Wirtschaftsförderung innerhalb der nächsten vier Jahre neu aufzustellen. Das Motto „Raus aus dem Reparaturbetrieb“ wird mit einem starken Personalaufbau und einer engeren Kooperation mit dem Konzern Stadt einher gehen. Einige herausragende Maßnahmen stellte er ausführlich vor.

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