GfS vor Ort bei der Regionale Südwestfalen: „Wasserstoff, Strukturpolitik und die Emscher-Lippe-Region“

Im Nachgang zur Jahrestagung in Bochum lädt uns die Südwestfalen Agentur am 27. und 28. Februar 2026 zu einer Fachexkursion ein. Ziel der zweitägigen Exkursion ist es, die aktuellen Entwicklungen der REGIONALE 2025 im Austausch mit Akteuren vor Ort zu analysieren. Südwestfalen, das bereits 2013 Austragungsort war, nutzt dieses strukturpolitische Instrument des Landes Nordrhein-Westfalen zum zweiten Mal, um regionale Kooperationen und innovative Projektansätze zu bündeln.

Programmschwerpunkte

Die fachliche Begleitung erfolgt durch Dr. Stefanie Arens, Leiterin der Regionalen Entwicklung und Prokuristin der Südwestfalen Agentur.

Freitag, 27.02.2026: Strategische Grundlagen und Konversion

  • 11:00 Uhr: Auftakt in der Südwestfalen Agentur (Olpe). Vorstellung und Reflexion der Aktivitäten zur REGIONALE, der Smart-City-Strategie sowie des Regionalmarketings. Ein Grußwort des Landrats des Kreises Olpe, Theo Melcher, ist vorgesehen.
  • 14:30 Uhr: Besichtigung von Best-Practice-Beispielen in Kreuztal. Fokus auf industrielle Transformation (Campus Buschhütten / GreenFactory) und das Konversionsprojekt „Holz.Stahl.Digital“, welches bezahlbaren Wohnraum und moderne Arbeitswelten verknüpft.

Samstag, 28.02.2026: Urbane Transformation und Innovation

  • 09:00 Uhr: Besuch des Unternehmens eleQtron (Entwicklung und Betrieb von Quantencomputern)
  • im Anschluss bis ca. 12:30 Uhr: Transformation der Siegener Innenstadt: REGIONALE 2013-Projekt „Siegen zu neuen Ufern“, Herrengarten, Uni in die Stadt, REGIONALE 2025 Projekt „Zeit.Raum.Region“

Der Transfer zwischen den einzelnen Stationen erfolgt voraussichtlich über bereitgestellte Fahrzeuge der Südwestfalen Agentur. Weiterführende Informationen zur Region sind unter regionale-suedwestfalen.com abrufbar.

Anmeldung: Aufgrund der begrenzten Kapazitäten wird um eine verbindliche Anmeldung unter info@strukturpolitik.org gebeten.

Bereits an dieser Stelle einen herzlichen Dank an unsere Gastgeberin Südwestfalen Agentur sowie die Referierenden vor Ort.

GfS vor Ort in Essen beim Regionalverband Ruhr: „Fortschritt und Heimat: Das Ruhrgebiet“

In einer Runde am 18. Dezember 2024 mit erfreulichen 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern schlug Regionaldirektor Garrelt Duin in seinem Impuls einen weiten Bogen von 25 Jahren Route der Industriekultur und der Strategie Grüne Infrastruktur zu wichtigen bevorstehenden Events wie den World University Games 2025, der Manifesta 2026, der IGA 2027, dem European Youth Forum und Bewerbungen des Ruhrgebiets um die REGIONALE 2032, eine URBANE Mitte der 30er Jahre und um Olympische Spiele im Jahr 2040.

Das Motto des RVR lautet nun: „Das Ruhrgebiet. Die grüne Industrieregion“, die zugehörige Kampagne verwendet den Slogan „Hier bleibt alles anders.“ In der offenen und regen Diskussion standen ausgehend vom jüngst vorgestellten, teilweise sehr kritischen Bildungsbericht Ruhr 2024 Schwerpunkte und Doppelstrukturen im Ruhrgebiet sowie geeignete Prioritäten für strukturwirksame öffentliche Mittel im Fokus. Chancen sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Einbindung und Beteiligung der jungen Generation und von Multiplikatoren aus den Sozialen Medien.

Beide Seiten, RVR und die GfS, werteten den Gesprächstermin als ausgesprochen anregend und bereichernd.

GfS vor Ort beim DGB in Düsseldorf: Vorstellung des Thesenpapiers „Lehren, Erkenntnisse und Diskussionsanstöße für die Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation“

Was für Lehren, Erkenntnisse und Diskussionsanstöße lassen sich aus den Erfahrungen mit dem Strukturwandel im Ruhgebiet für die sozialökologische Transformation ziehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Workshops der Gesellschaft für Strukturpolitik am 27.06.24 im DGB-Haus in Düsseldorf. Ausgangspunkt bildete eine Präsentation von Dr. Jörg Weingarten vom DGB NRW (PDF-Download hier). Vorgestellt wurden Thesen, die auf einem internen Arbeitspapier des DGB zu der oben genannten Frage beruhen.

Deutlich wurde gleich zu Beginn der Diskussion, dass der Strukturwandel im Ruhrgebiet und die sozial-ökologische Transformation sehr unterschiedlich sind. Von daher geht es nicht in erster Linie darum, bisher Erprobtes besser zu machen, sondern neue Strategien und Instrumente zu entwickeln und umzusetzen. So ist auch zu fragen, wie aktuell der ohne Zweifel vorhandene Wissensspeicher bezogen auf strukturpolitische Erfahrungen im Ruhrgebiet noch ist.

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GfS vor Ort im ILS Dortmund: Vorstellung des Disparitätenberichtes 2023

Das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) in Dortmund hat im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung einen neuen Disparitätenbericht 2023 erstellt. Unter dem Titel „Ungleiches Deutschland“ wurde anhand von 21 unterschiedlichen Indikatoren die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven von 400 Kreisen und kreisfreien Städten in D. untersucht.  Auch für NRW ergeben sich interessante Ergebnisse, die uns Prof. Stefan Siedentop, bis vor kurzem Leiter des ILS, und Dr. Bastian Heider als Studien-Leiter am 20. November 2023 vorgestellt haben.

Die Studie zeigt, dass es im vergangenen „Wachstumsjahrzehnt“ einen Aufholprozess im Hinblick auf strukturschwache Regionen in Deutschland gegeben hat, der aber im jetzigen „Transformationsjahrzehnt“ leider kein Selbstläufer zu sein scheint. Es zeigt sich außerdem, dass mittlerweile weder von einem pauschalen Stadt-Land-Gegensatz, noch von einem pauschalen West-Ost-Unterschied im Hinblick auf regionale Wirtschafts- und Lebensperspektiven gesprochen werden kann. Ein Politikansatz, der gleichwertige Lebensverhältnisse anstrebt, muss sich darauf einstellen.

Herzlichen Dank an die beiden Referenten für den Einblick sowie die Bereitschaft zur gemeinsamen Diskussion!